Wichtig für unsere Kunden

Die Stoffregistrierung wird in der Regel zu einem überarbeiteten Sicherheitsdatenblatt des daraus hergestellten Produkts führen. Erst in dem Moment, wenn der nachgeschaltete Anwender das neue Sicherheitsdatenblatt mit einer Registriernummer erhält, beginnen die Verpflichtungen im Zusammenhang mit den Expositionsszenarien. Im Falle, dass eine bestimmte Anwendung nicht durch Expositionsszenarien beschrieben wurde, hat der nachgeschaltete Anwender dann 12 Monate Zeit, um seine Anwendung dem Lieferanten anzuzeigen (oder 6 Monate Zeit, um einen eigenen Stoffsicherheitsbericht zu schreiben). Während dieser Zeit kann die Verwendung legal fortgeführt werden (s. Art. 39). 

Eine Änderung der bestehenden Sicherheitsdatenblätter (SDB) nur aufgrund der formal geänderten Vorgaben in REACH ist nicht erforderlich. Es dürfen die existierenden SDB, die den Bestimmungen der Sicherheitsdatenblatt-Richtlinie 91/155 entsprechen, auch nach dem 1. Juni 2007 von Ihnen weiter verwendet werden. Bei neu zu erstellenden SDB werden die Kapitel 2 und 3 gemäß REACH in umgekehrter Reihenfolge dargestellt. Wenn uns neue Risikomanagementmaßnahmen bekannt werden, werden bestehende SDB ebenfalls sofort geändert.

CMR Stoffe

Die CMR-Stoffe können Sie anhand nachstehender Auflistung mit Punkt 15 im Sicherheitsdatenblatt vergleichen.

Krebserzeugende Stoffe der Kategorie 1 und 2 gem. RL 67/548 EWG / CLP      

R 45 gem. 67 548 EWG oder nach CLP H 350        Kann Krebs erzeugen

R 49 gem. 67 548 EWG oder nach CLP H 350i       Kann Krebs erzeugen beim Einatmen      

Erbgutverändernde Stoffe der Kategorie 1 und 2 gem. RL 67/548 EWG / CLP  

R 46 gem. 67/548 EWG oder nach CLP H 340        Kann vererbbare Schäden verursachen    

Reproduktionstoxische (fortpflanzungsgefährdende) Stoffe Kategorie 1 und 2 gem. RL 67/548 EWG / CLP

R 60 gem. 67/548 EWG oder nach CLP H 360F      Kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen

R 61 gem. 67/548 EWG oder nach CLP H 360D      Kann das Kind im Mutterleib schädigen

SVHC Stoffe

Sicherheitsdatenblätter sind eine allgemein anerkannte und wirksame Methode zur Bereitstellung von Informationen über Stoffe und Gemische in der Gemeinschaft und wurden als integraler Bestandteil in das System gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 aufgenommen.

Unsere chemischen Produkte sind keine Erzeugnisse nach REACh!

Es liegt in der Verantwortung des jeweiligen Anwenders zu überprüfen, ob im verwendeten Stoff oder Zubereitung ein gelisteter SVHC-Stoff enthalten ist. Dies können Sie mit Hilfe des Sicherheitsdatenblatt und mit der derzeit gültigen Liste der SVHC-Stoffe ermitteln. Die gefährlichen Inhaltsstoffe sind unter Punkt 2 bzw. 3 des jeweiligen Sicherheitsdatenblattes aufgeführt.

Die Stoff-Kandidatenliste ist einsehbar unter http://echa.europa.eu/chem_data/authorisation_process/candidate_list_table_en.asp

Weiterführende Informationen sind nachzulesen unter:
http://www.reach-clp-helpdesk.de/cln_136/reach/de/Themen/Kandidatenliste/Kandidatenliste-Einfuehrung_content.html

Zulassungsverfahren

Hier:    Dioctylphthalat - EINECS# 204-211-0

            Butylbenzylphthalat – EINECS# 201-622-7

            Dibutylphthalat – EINECS# 201-557-4

            Diisobutylphthalat – EINECS# 201-553-2

            Chromsäure 99,75 % - EINECS# 215-607-8

            Trichlorethylen NEU-TRI L SOLVENT – EINECS# 201-167-4

            Trichlorethylen NEU-TRI E SOLVENT – EINECS# 201-167-4

            Trichlorethylen HI-TRI SMG SOLVENT – EINECS# 201-167-4

REACH-VO, Anhang XIV - Stoffe

Sehr geehrte Damen und Herren,

die oben genannten Stoffe wurden in die Kandidatenliste zur Aufnahme im Anhang XIV entsprechend der REACH VO aufgenommen, daher ist für diese Stoffe voraussichtlich eine Zulassung erforderlich. Bis zum Ablauftermin (sunset date), welcher nach der Aufnahme im Anhang XIV produktspezifisch aufgeführt ist, darf der Stoff weiterhin ohne Beschränkungen vermarktet werden.

Im Regelfall wird der Hersteller oder Importeur die Zulassung beantragen.

Für den zulassungspflichtigen Stoff ist immer ein Sicherheitsdatenblatt erforderlich mit den zugelassenen Verwendungen und der Zulassungsnummer, welche auch auf dem Stoffetikett vermerkt sein muss.  Verwenden Sie als nachgeschalteter Anwender einen zugelassenen Stoff nach dem Ablauftermin (sunset date) und dem Stoff wurde eine Zulassung erteilt, so müssen Sie als nachgeschalteter Anwender innerhalb von 3 Monaten nach der ersten Lieferung eine Meldung an die ECHA  durchführen nach Art. 66 (1) REACH.

Weitere Informationen, siehe unter:

http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/14438/

http://www.reach-clp-helpdesk.de/de/Verfahren/Zulassung/Verwendung%20zulassungspflichtiger%20Stoffe.html